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Wenn dem Computer Alzheimer und Demenz drohen
Datensicherung ist auch Datensicherheit!
Ein regelmäßiges Backup aller Daten sollte für jeden Computerbenutzer so selbstverständlich wie das monatliche Einkommen sein. Diese Datensicherung sollte alle eigenen Bilder, Texte, Tabellen, Filme, MP3's, E-Mailadressen, Datenbanken und sonstige wichtige Daten betreffen.
Es ist nicht notwendig die Programme selber zu sichern. Programme kann man neu installieren und falls nötig auch neu erwerben. Mit den eigenen Daten ist das nicht möglich. Die Urlaubsbilder und das Hochzeitsvideo sind schnell für immer verloren. Um das zu vermeiden, sollte eine sinnvolle Backup-Strategie entwickelt und verfolgt werden. Die dazu nötigen Programme gibt es wie Sand am Meer. Vielfach reicht auch eine preiswerte oder sogar kostenlose Variante von Backup-Programmen aus. Die meisten Programme sind schnell und einfach installiert und bieten automatisierte, regelmäßige Backups an.
Für geschäftliche Daten sollte man auf hochwertige Programme und professionelle Durchführung achten. Hier ist Datensicherheit in jedem Sinne oberstes Gebot und die regelmäßige, möglichst tägliche, Durchführung unverzichtbar. Das Wiederherstellen von verlorenen Daten, sofern überhaupt möglich, oder auch neu erfassen, ist immer teurer als ein regelmäßiges Backup zur Rekonstruktion derselben.
Weiterhin ist auch die Frage des Backup-Mediums von nicht unwesentlicher Bedeutung für die Datensicherheit. Leider sind unsere elektronischen Medien nicht annähernd so haltbar, robust, zuverlässig und sicher wie wir es uns vielfach erhoffen.
Diese Tabelle zeigt unser Problem!
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Speichermedium
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Datenleben unter optimalen Bedingungen
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Steintafeln
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viele tausend Jahre
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säurefreies Papier
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mehrere hundert Jahre
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Magnetbänder (z.B. Kassetten, Tonbänder)
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rund 40 Jahre
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gepresste CD und DVD
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20 – 50 Jahre (eher weniger als mehr!)
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CD-R und DVD-R
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5 – 10 Jahre (eher weniger als mehr!)
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CD-RW und DVD-RW
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2 – 5 Jahre (eher weniger als mehr!)
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Diskette
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5 – 10 Jahre (eher weniger als mehr!)
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USB-Stick
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3 – 10 Jahre
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Festplatte
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3 – 5 Jahre
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Um den Fortbestand unserer Daten zu sichern und unsere vielfach kostbaren Erinnerungen zu behalten, gibt es nur eine Möglichkeit: Wir müssen auch von unseren Backups und Sicherheitskopien regelmäßig neue Kopien erstellen. Nur, dass hier die Zeiträume deutlich größer sind und somit schnell die Gefahr des Vergessens einsetzt.
Und da kommt dann noch die Tücke des Objekts hinzu. Wir treffen hier auf zwei Probleme: zum Einen verändern sich im Laufe der Zeit die Speichermedien und zum Anderen das Daten- oder Dateiformat. Diskettenlaufwerke waren bis vor einigen Jahren in jedem Computer zu finden. Heute sind sie praktisch nicht mehr vorhanden. Zip-Laufwerke und Bandsicherungsgeräte gibt es heute im Homecomputer nicht mehr. Und wenn noch vorhanden, so ist die Treiberproblematik bei den neueren Betriebssystemen das KO-Kriterium für Geräte dieser Art
Eigentlich unglaublich, Sie erinnern sich? Datenleben bei Magnetbändern: bis zu 40 Jahre!
Das zweite Problem sind die sich ändernden Dateiformate. Die Entwicklung der Computer verlangt immer neue Denkansätze um Daten aufzubereiten und für jeden zugänglich zu machen. Leider hat das vielfach den Tod von bisherigen Formaten zur Folge und Dateien können plötzlich nicht mehr geöffnet werden. Das notwendige Programm gibt es nicht mehr, oder es funktioniert nicht mit dem neuen Betriebssystem. Daher ist es immer wieder notwendig, alte Daten mit neueren Programmen (möglichst den Folgeversionen oder kompatiblen Produkten) zu überprüfen und möglichst in aktuelle Formate zu konvertieren.
Wenn wir das alles befolgen, werden wir sicher viele Jahrzehnte Freude an unserem digitalen Erbe haben. Unsere Kinder oder Kindeskinder werden sicher irgendwann das perfekte Medium und Format finden. Aber bis dahin sollten wir alles Notwendige tun um nicht noch einmal die „Bibliothek von Alexandria“ zu verlieren
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